Jahreslosung 2018:
"Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."
Offenbarung 21,6

 Startseite | Aktuelles | Kalender | Unsere Gemeinde | Glauben gestalten | Kontakte |

     Startseite > Aktuelles



Gemeindebrief

Kommentare in unserer Zeit

Foto-Rückblick 2017

Monatsbilder ab 2010

Foto-Rückblick 2014

 



Impressum

 


Neues aus der Kirchengemeinde

Aktuelle Nachrichten

20-11-17 20:58

Miteinander Gemeinde Jesu gestalten

Artikel aus dem Südkurier vom 20.11.2017 zur Einsetzung von Pfarrer Thomas Weber

Uhldingen-Mühlhofen – Für die evangelische Laetare-Gemeinde ist eine über einjährige Vakanzzeit beendet: Pfarrer Thomas Weber ist während eines Gottesdienstes von Dekanin Regine Klusmann, Leiterin des evangelischen Kirchenbezirks Überlingen-Stockach, offiziell in sein Amt eingesetzt worden. Der gebürtige Konstanzer ist Nachfolger von Diedrich Onnen, der die Kirchengemeinde 26 Jahre geleitet hatte und im Oktober 2016 verabschiedet worden war. Der Gottesdienst wurde begleitet vom evangelischen Kirchenchor unter Leitung von Martina Hartmann und Stefanie Jürgens an der Orgel.
 
Foto: Holger Kleinstück, Südkurier

Regine Klusmann hatte als Tageslosung „Das Volk, das in Finsternis wandelt“ des Propheten Jesaja ausgesucht. Dieses werde bald ein Licht sehen, „ein Licht, das uns Orientierung gibt, nicht nur äußerlich, auch innerlich“. Um dieses Licht zu sehen, sei es manchmal erforderlich, das Dunkel auszuhalten. Klusmann wünschte Weber „dieses Licht unseres Lebens, um von Christus zu erzählen“. Und: „Es ist eine schöne Aufgabe, Lichtträger zu sein.“
 
Weber beschäftigte sich in seiner Predigt schwerpunktmäßig mit der, wie er sagte, schwierigen Frage: Welche Zukunft haben wir? Dazu zog er die Verse von Lukas 16, 1 bis 9, heran, die einen ungerechten Verwalter, „einen durchtriebenen Kerl, der keine Skrupel kennt, um seine Ziele konsequent durchzusetzen“, zum Inhalt hat. Doch dieser sei von Christus sogar gelobt worden, erläuterte der 54-Jährige. Allerdings nicht für seine Bosheit, sondern für seine Klugheit und Vorsicht. Denn noch im letzten Moment habe er seine Schäfchen ins Trockene geholt. Weber: „Er tut alles ihm Mögliche im Blick auf die Zukunft, an die er glaubt. Und das ist es, woran Jesus liegt, warum er uns diese Geschichte erzählt.“ Nicht die korrupten Wertmaßstäbe dieses Menschen, aber sein klares Denken, sein Mut und seine Entschiedenheit für die Zukunft, auf die er vertraue, seien für Jesus das Erstrebenswerte. Im Leben komme es auf eine tragende Zukunftsperspektive an. Weber: „Sie ist nötig, um sich nicht im Heute mit seinen ständigen Veränderungen zu verlieren oder darin unterzugehen.“ Nur dieses eine sollte man von dem untreuen Verwalter lernen: „Dass wir unser Leben auf eine Zukunft bauen, die uns – trotz ständiger Veränderungen und Unsicherheiten – bestehen lässt.“ Jesus gehe es darum zu zeigen, dass man mit ihm eine Hoffnung und Zukunft habe, „die uns alle Prüfungen bestehen lässt, mag da noch kommen, was will“. Weber freut sich darauf, mit allen einen gemeinsamen Weg zu gehen: „Dass wir gemeinsam von Jesus Christus, von seiner Klugheit des Gottvertrauens lernen. Und mit ihr leben und wirken.“
 
Beim anschließenden, von Kirchengemeinderätin Nathalie Pröbstle moderierten Stehempfang versicherte Bürgermeister Edgar Lamm dem neuen Pfarrer, mit der Laetare-Gemeinde „ein absolutes Glückslos“ gezogen zu haben, „eine tolle Gemeinde mit netten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die Ihnen couragiert zur Seite stehen werden“. Weber werde in einer blühenden Gemeinde wirken, die zu einem großen Teil von Amtsvorgänger Onnen, von den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und sehr vielen ehrenamtlich mithelfenden Gläubigen geschaffen worden sei. Lamm: „Das Feld und das Land sind hervorragend bestellt.“ Als Pfarrer arbeite man im Weinberg des Herrn „und hier bei uns ist dieser Weinberg bereits der Paradiesgarten auf Erden“, so der Bürgermeister. Seinen Willkommensgruß schloss er mit einem Zitat von Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und hilft zu leben.“
 
Mathias Schneider, Pfarrer der katholischen Schwestergemeinde Seefelden, freute sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Als Zeichen des Wurzelschlagens, „dass etwas wachsen und gedeihen soll“, überreichte er Weber eine echte Libanon-Zeder. Diese sei über 70 Mal in der Bibel erwähnt und versinnbildliche Stärke, Macht, Größe, Gerechtigkeit und Schönheit. „Alles Eigenschaften, die man einem neuen Pfarrer wünscht.“
 
Im aktuellen Gemeindebrief hat Thomas Weber beschrieben, wie er seinen Dienst und den Auftrag in seiner neuen Gemeinde versteht: „Wir werden miteinander vor Ort Gemeinde Jesu gestalten und leben, im gemeinsamen Lernen von Jesus Christus und im gegenseitigen Lernen voneinander. Hierauf freue ich mich. Ich freue mich auf Sie.“
 
Zur Person
 
Thomas Weber wurde 1963 in Konstanz geboren und wuchs mit zwei Geschwistern auf. Nach dem Besuch der Grundschule Konstanz-Allmannsdorf und des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Konstanz legte er sein Abitur im Mai 1982 ab. Bis 1989 studierte er Evangelische Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau (Grundstudium) und an der Universität Bonn (Hauptstudium). 1989 legte er seine erste, zwei Jahre später seine zweite Theologische Prüfung beim Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe ab. Zwischen 1989 und 1991 machte er sein Lehrvikariat an der Markusgemeinde Pforzheim und besuchte das Predigerseminar Heidelberg der Evangelischen Landeskirche in Baden. Seine Ordination erfolgte am 28.¦April 1991 in der Markuskirche Pforzheim. Zwischen April 1991 und Oktober 1993 wurde er während der Probedienstzeit als Pfarrvikar bei der evangelischen Kirchengemeinde Langenalb (Dekanat Pforzheim-Land) und im damaligen Kirchenbezirk Schopfheim mit Schwerpunkt Fahrnau eingesetzt. Anschließend war er bis Juli¦2000 Gemeindepfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Neuried-Altenheim (seinerzeit Kirchenbezirk Lahr). Ab 1. August 2000 war Thomas Weber Gemeindepfarrer der Paulusgemeinde Villingen (Kirchenbezirk Villingen). Nach einem Vorstellungsgottesdienst im August dieses Jahres wurde Thomas Weber am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres offiziell in sein Amt in der Laetare-Genmeinde eingeführt. Seit 1988 ist er mit seiner Frau Marietta verheiratet und hat drei erwachsene Kinder: Markus, Sonja und Katharina. (hk)


Zurück



Neu hier?

Sie sind neu in unserer Region oder neu an unserer Kirchengemeinde interessiert: Gerne haben wir Wesentliches in unserem Brief an Neuzugezogene zusammengestellt:



Neue Rubrik: Kommentare in unserer Zeit

Lesen Sie in unserer neuen Rubrik Gedanken zu Geschehnissen und Entwicklungen unserer Zeit.

mehr...