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11.10.16

Evangelischer Pfarrer Diedrich Onnen verabschiedet sich

Artikel aus dem Südkurier vom 11. Oktober 2016 zur Verabschiedung von Pfarrer Diedrich Onnen

Nach 26 Jahren Wirken in der evangelischen Laetare-Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen hat sich Pfarrer Diedrich Onnen auf eigenen Wunsch hin in den Ruhestand verabschiedet. 500 Bürger begleiteten in der Lichtenberghalle den letzten offiziellen Schritt des Pfarrers, seine Entpflichtung.

Er hinterlässt eine große Lücke im Gemeindeleben, nicht nur in der evangelischen Kirchengemeinde Laetare, sondern auch in der politischen Gemeinde: Mit Pfarrer Diedrich Onnen hat sich ein Urgestein, wie es Bürgermeister Edgar Lamm ausdrückte, in den Ruhestand verabschiedet. Rund 500 Bürger waren in die Turn- und Mehrzweckhalle der Lichtenbergschule Oberuhldingen zur dreistündigen Abschiedsfeier inklusive Gottesdienst und Stehempfang gekommen. Moderiert wurde die Feier von Eva Gebauer und Clemens Rebholz, musikalisch begleitet vom evangelischen und katholischen Kirchenchor sowie der Musikkapelle Oberuhldingen.

Zur Verabschiedung von Pfarrer Diedrich Onnen waren 500 Bürger in die Lichtenberghalle gekommen. | Bild: Holger Kleinstück

Dekanin Regine Klusmann entpflichtete Onnen von seinem Amt und hatte in Anlehnung an dessen Heimat Verse aus Ostfriesland mitgebracht. Sie bezeichnete den 65-Jährigen als authentischen, charismatischen Menschen mit zunehmender Gelassenheit, dem es gelungen sei, Manna und Wachteln (Himmelsbrot) immer wieder weiterzugeben.

 
Gisela Bruszt, Vorsitzende der Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirks Überlingen-Stockach, sagte, Onnen sei stets ein verantwortungsvoller Hirte gewesen, der um seine Schafe gekämpft habe. Vor allem aber und grundsätzlich habe er eine Kirchengemeinde gestärkt, die vom Heiligen Geist beseelt werde. Man werde Onnen schmerzlich vermissen, sein aufgebautes Schiff sei aber auch in der Zukunft seetauglich. Kirchengemeinderat Gerhard Köpple gab einen Rückblick auf die Anfangszeit Onnens, in der die evangelische Kirchengemeinde kaum einen Zusammenhalt gehabt habe. Aus drei Prüfungsjahren mit Onnen seien nun 26 Jahren, sieben Monate und neun Tag geworden: „eine ungewöhnliche lange Wirkungszeit."

 
Lamm sagte, man habe vor 26 Jahren hohe Erwartungen an Onnen gestellt, die er nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen habe. Nach dem Titel im SÜDKURIER „Neuer Steuermann an Bord“ bei Onnens Amtsantritt 1990 falle ihm mit "Der Lotse geht von Bord" ein Vergleich aus dem Jahr 1890 mit Otto von Bismarck ein. Mit dem großen Unterschied, dass Onnen auf eigenen Wunsch aus Altersgründen ausscheide. „Der Lotse der Laetare-Gemeinde hinterlässt große Fußspuren und eine riesige Lücke in der Gemeinde.“

 
Matthias Schneider, Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit Meersburg/Seefelden, dankte Onnen für ein unkompliziertes Miteinander, das immer von Ehrlichkeit geprägt gewesen sei. Er bezeichnete seinen protestantischen Kollegen als Pfarrer mit großem Unterhaltungswert und schenkte ihm ein SÜDKURIER-Abonnement, damit er auch in seiner neuen Heimat weiterhin gut über seinen ehemaligen Wirkungsort informiert werde.

 
Landrat Lothar Wölfle hob hervor, die wenigen Begegnungen mit Onnen seien ihm in Erinnerung geblieben und absolut bereichernd gewesen. Der ehemalige Bürgermeister Ralph Bürk sprach von Onnen als „frischer Wind aus Friesland“, dem es gelungen sei, die Menschen in der Kirche zusammenzuführen. Onnens Gottesdienste seien ein Magnet und Event gewesen. Bürk sagte: „Wo gibt es heute noch volle Kirchen?“ Schulleiterin Mirjam Boonekamp sprach von Onnen als liebenswertem, charismatischem Menschen und dankte für die gute Zusammenarbeit. „Mit welchen Ideen wir auch kamen, Herr Onnen war dafür zu begeistern.“

Rudolf Huber vom Männergesangverein Unteruhldingen dankte Onnen für die Verbundenheit und die Bereitstellung der Kirche für die Konzerte des Vereins. Onnens ehemaliger Lehrpfarrer in Ettenheim, Eberhard Güther, war „mächtig stolz, wie segensreich du hier gewirkt hast“. Und Hans Martin Braun fragte, ob man sich denn wirklich freuen könne, wenn eine Herde keinen Hirten mehr habe? „Yes, we can", meinte der Prädikant in Anspiel auf den Wahlkampf-Slogan des US-Präsidenten Barack Obama, „denn wir sind eine Kirche mit Gottvertrauen geworden."

 
Onnen erläuterte in seiner Abschiedspredigt, dass er auf eigenen Antrag aus seinem Amt scheide. „Bevor ich damit beginne, auf der Kanzel meiner geliebten Gemeinde Sonntag für Sonntag dasselbe zu predigen – und alle merken es, nur ich selber nicht – mache ich lieber den gesetzlich vorgeschriebenen Abgang.“ Onnen appellierte daran, seinem Nachfolger den Teppich des Willkommens auszubreiten, „so wie ihr damals meiner Familie und mir den Teppich des Willkommens ausgebreitet habt“. Absolut überrascht zeigte er sich, als er eine Reise nach Israel von der Laetare-Gemeinde geschenkt bekam. „Welch ein wunderbarer Nachmittag! Dieser schöne, liebevolle und bewegende Abschied wird noch lange in mir nachklingen“, sagte Onnen.

 
Zur Person

Diedrich Onnen wurde 1951 in Norden (Ostfriesland) geboren. Zunächst lernte er das Zeitungswesen und arbeitete auch einige Jahre beim SÜDKURIER als Lokalredakteur in Konstanz, bevor er 1975 sein Theologiestudium in Heidelberg aufnahm. Nach dem Lehrvikariat in Ettenheim und dem Pfarrvikariat in der Nähe von Heidelberg war Onnen ab 1983 Pfarrer in Waldkirch Kollnau (Schwarzwald). In sein Amt in Uhldingen-Mühlhofen wurde er im April 1990 eingeführt. Während seines Wirkens hier wurden zwei Kirchen verkauft und eine neue gebaut. Diedrich Onnen zieht mit seiner Frau Iris nach Dornbirn.


Weitere Dokumente, Fotos und Artikel zur Verabschiedung von Pfarrer Diedrich Onnen:

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